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Ende der Zwei-Staatenlösung wird besiegelt

Screenshot (Quelle: palaestina-nachrichten.de)

Die Beduinen in Khan al-Ahmar wurden bereits Anfang der 1950er Jahre aus ihrer Heimat in der Wüste Negev vertrieben. Nun erleben die selben Menschen samt ihrer Kinder und Kindeskinder die nächste Vertreibung: Nachdem das israelische Militär das Gebiet um Khan al-Ahmar wenige Kilometer östlich von Jerusalem Anfang des Monats zur militärischen Sperrzone erklärt hatte, wurde mit dem Abriss des Dorfesbegonnen, wie die Palästina-Nachrichten hier ausführlich und gut bebildert dokumentieren.

Die EU-Staaten und der UN-Koordinator für den Frieden im Nahen Osten haben die Aktion verurteilt. Das Auswärtige Amt in Berlin hat sich ebenfalls kritisch geäußertund appelliert an die israelische Regierung, auf den Abriss „zu verzichten und weitere Abrisse einzustellen“. Denn, wie mehrere Kommentatoren anmerkten: Wenn dieses Dorf, das im Korridor zwischen den Siedlungen Ma’ale Adumim und Kfar Adumim liegt, verschwindet und zu einer weiteren israelischen Siedlung wird, dann ist das Westjordanland von West nach Ost durchtrennt, dann kann es kein zusammenhängendes palästinensisches Gebiet mehr im von Israel besetzten Westjordanland mehr geben: Die Zweistaatenlösung ist dann endgültig tot.

Es sollte längst klar sein, dass durch Appelle nichts bewirkt werden kann. Die Bundesregierung wird sich erst dann zu konkreten Maßnahmen entschließen, wenn internationale Proteste und innerdeutsche Empörung genügend Druck auslösen. Wir können alle dazu beitragen, indem wir z.B. unsere lokalen und überregionalen Zeitungen, Radiosender und Politiker*innen ansprechen, ihnen Informationen wie diese weiter leiten und nachfragen, warum darüber nicht berichtet wird.

Googlemaps_Khan al-Ahmar
Screenshot von Googlemaps (Bearbeitung: BIB)

 

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